Vor- und Nachteile eines journalistischen Volontariats

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Ein journalistisches Volontariat ist eine praxisorientierte Ausbildung, welche die Redaktionen verschiedener Medien anbieten. Es dauert üblicherweise zwischen 18 und 36 Monate. In dieser Zeit lernen die Volontäre die Abläufe in der jeweiligen Redaktion gut kennen.

Die Grundvoraussetzung für ein Volontariat ist die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Größere Unternehmen setzen in der Regel ein mindestens mit dem Bachelor abgeschlossenes Studium voraus. Bei Übernahme sind die Auszubildenden nach ihrem Volontariat Redakteure.

Vorteile eines journalistischen Volontariats

Der große Vorteil des Volontariats gegenüber einem Journalismus-Studium ist der enge Bezug zur Praxis. Nach der Einarbeitung übernehmen die Auszubildenden verschiedene Aufgaben eines Redakteurs und arbeiten unter reellen Bedingungen. Sie recherchieren, schreiben und redigieren Texte.

Ein Studium an der Hochschule kostet in der Regel Gebühren. Dagegen erhalten Volontäre eine Ausbildungsvergütung nach Tarifbestimmungen. Manche Volontariate sind allerdings im Grunde verlängerte Praktika mit geringer oder keiner Bezahlung.

Nachteile für Volontäre in Redaktionen

Volontariate bieten einen großen Praxisbezug. Dafür kommen Theorie und Fachwissen oft zu kurz. Einige Medienunternehmen bieten interne Theorie-Kurse an oder schicken ihre Volontäre zu Lehrgängen, aber nicht alle. Die Ausbildung verläuft in jeder Redaktion unterschiedlich, da keine festgelegten Standards existieren.

Sie richtet sich nach den individuellen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens. So bleibt die Ausbildung möglicherweise recht einseitig. Das erschwert den Einstieg in den Beruf für den Fall, dass nach dem Volontariat keine Übernahme erfolgt.

Bei einigen Volontariaten besteht die Gefahr, dass das Unternehmen vollwertige Redakteurstellen mit Auszubildenden besetzt. Durch billige Arbeitskräfte, wie Volontäre senken sie ihre Personalkosten.

Um den Mangel an den theoretischen Ausbildungsinhalten auszugleichen, empfiehlt es sich, neben dem Volontariat für Nachwuchsjournalisten ein begleitendes Fernstudium zu absolvieren. Fernstudiengänge haben den Vorteil, dass die Präsenzzeit an der Hochschule wegfällt und die Studenten sich ihre Zeit frei einteilen. So bleibt die Möglichkeit eines Volontariats oder einer freien Mitarbeit in Redaktionen. Späteren Arbeitgebern zeigt ein Fernstudium, dass der Bewerber dazu in der Lage ist, motiviert, zielstrebig und eigenverantwortlich zu arbeiten.

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